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Die Periode

11.03.21 4 min. read

Jeden Monat erneuert sich ein Teil unseres Körpers: Unsere Gebärmutter stößt einen Teil ihrer Schleimhaut ab, um sich von da an auf einen neuen Zyklus vorzubereiten – und so verbringen wir etwa ein Viertel unserer „gebärfähigen“ Zeit damit zu bluten.

Nicht immer geht das spurlos an uns vorbei: Wir haben Schmerzen, Stimmungsschwankungen oder Schwindel. Häufig wird uns schon als Jugendliche vermittelt, dass die Periode nun einmal vor allem etwas Unangenehmes ist und wir uns damit abfinden sollten. 

 

Auf einen Blick: Die Periode

  1. Von Schwindel bis Heißhunger – wann können Beschwerden auftreten?
  2. Welche körperlichen Symptome können auftreten?
  3. Wie die Periode sich auf unsere Psyche auswirken kann
  4. Wann solltest Du zum Arzt gehen?
  5. Eine Umarmung für die Seele
  6. Quellen

 

Noch 1963 konnte man auf dem Beipackzettel von Tampons folgenden Hinweis finden: “Wenn Sie die Menstruation nicht zu einer ganz normalen Zeit im Monat machen und sich stattdessen jeden Monat für ein paar Tage zurückziehen, als ob Sie krank sind, dann nutzen sie die Gutmütigkeit Ihres Mannes tatsächlich aus. Er hat schliesslich eine Vollzeitgattin geheiratet, keine Teilzeitfrau. Sie sollten deshalb jeden Tag aktiv, schwungvoll und fröhlich sein.” 

Heute kommt uns das vor wie ein (sehr) schlechter Witz – doch auch heute noch wird die Periode nicht immer als der selbstverständliche Vorgang wahrgenommen, der sie nun einmal ist. Dabei ist unsere Menstruation keine Krankheit, sondern eine natürliche Regulierung unseres Körpers. Und genau genommen wäre niemand von uns hier, wenn es die Menstruation nicht gäbe. 

Was also, wenn wir unsere Menstruation mit der gleichen Selbstverständlichkeit als eine Phase unseres Körpers akzeptieren, wie wir es in der Natur mit den Jahreszeiten tun? Vielleicht könnten wir dann lernen, unserem Körper noch besser zuzuhören, mehr Verständnis für ihn zu entwickeln und noch näher mit ihm in Verbindung zu treten.

Von Schwindel bis Heißhunger – wann können Beschwerden auftreten?

Mögliche Symptome treten vor allem in der zweiten Phase unseres Zyklus, der sogenannten lutealen Phase, auf: Diese beginnt mit dem Eisprung und endet mit dem ersten Tag der Menstruation. Während das Östrogen-Level in dieser Phase relativ niedrig ist, dominiert das Hormon Progesteron. Die Konzentration beider Hormone erreicht um die Menstruation herum einen Tiefpunkt, um von da an allmählich wieder anzusteigen. Häufig sind die Beschwerden vor und zu Beginn der Periode also am intensivsten und bessern sich von da an. 

Welche körperlichen Symptome können auftreten?

Regelschmerzen treten besonders bei jungen Frauen häufig auf – mal mehr, mal weniger intensiv. Bei einem Viertel der Frauen sind die Beschwerden jedoch so stark, dass sie auf Schmerzmittel zurückgreifen müssen oder den Anforderungen des Alltags nicht mehr gerecht werden können [1]. Besonders kurz vor und während der Menstruation ist außerdem das Auftreten von Schwindel nicht unüblich [2]. 

Auch unsere Haut bleibt von den Hormonveränderungen nicht unberührt. So können diese dazu führen, dass in der zweiten Zyklushälfte und um die Menstruation herum unsere Sebumproduktion stärker angeregt wird [3]. Unsere Haut ist tendenziell also fettiger und neigt mehr zu Pickeln, besonders am Kinn oder im Kieferbereich.

Mitunter können wir in der lutealen Phase Heißhunger entwickeln. Womöglich haben wir dann besonders viel Lust auf Kohlenhydrate [4] und Süßes [5], aber auch auf Fette oder Proteine [6]. Ein möglicher Grund: Progesteron – ein Hormon, das unter anderem auch in der Schwangerschaft auftritt und unseren Appetit ankurbeln kann. Auch eine vorübergehende Gewichtszunahme in der zweiten Zyklusphase ist also möglich. 

Wie die Periode sich auf unsere Psyche auswirken kann

In den Tagen vor oder zu Beginn der Menstruation kann es vorkommen, dass wir unter Stimmungsschwankungen leiden. Vor allem der niedrige Östrogenspiegel kann unter Umständen dazu führen, dass wir schneller gereizt sind und uns unruhig fühlen [7]. 

Während dies leider oft als „Die hat doch nur ihre Tage“ abgetan wird, können wir stattdessen versuchen, verständnisvoller mit uns umzugehen. Wenn wir die Möglichkeit haben, diese Phase der gesteigerten Sensibilität anzuerkennen, spüren wir gerade jetzt noch viel deutlicher, was wir benötigen und was uns wiederum nicht guttut. Unsere Instinkte sind geschärft – und kann das nicht auch etwas immens Wertvolles sein?

Wann solltest Du zum Arzt gehen?

Bei wiederholten Beeinträchtigungen in der zweiten Zyklushälfte und um die Periode herum spricht man vom Prämenstruellen Syndrom (PMS). Solange die Symptome nicht zu stark sind, kann es uns bereits Linderung verschaffen, auf unseren Körper zu hören und uns etwas Gutes zu tun. 

Darüber hinaus gibt es aber auch Dinge, die nicht selbstverständlich sind und die wir nicht einfach hinnehmen sollten: Wenn Deine Periode Dich extrem beeinträchtigt, ist es ratsam, eine ärztliche Meinung einzuholen. So können starke PMS-Symptome, aber auch Krankheiten wie Endometriose oder PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung) Dein Wohlbefinden entscheidend beeinflussen. 

Eine Umarmung für die Seele

Sofern unsere Symptome um die Periode herum nur schwach ausgeprägt sind und wir die Möglichkeit haben, auf unseren Körper zu hören, können wir sie als eine Zeit willkommen heißen, in der wir uns mit unserer inneren Kraft und den wundersamen Vorgängen, die in unserem Körper passieren, verbinden.

Was auch sonst gilt, gilt während der Periode umso mehr: Was unserem Körper guttut, tut unserer Seele gut – und andersherum. Ganz egal, wie das für Dich aussehen mag und ob Du gerne ein paar sanfte Yoga-Übungen machst, ein paar Episoden Deiner Lieblingsserie schaust oder Dir besonders viel Zeit für gute Gespräche mit Freunden nimmst. Auch eine Umarmung kann an herausfordernden Tagen manchmal eine wahre Wohltat sein – von einem lieben Menschen genauso wie von The Hug mit Bio-Hanfextrakt und Johanniskraut. Mit Letzterem kannst Du Dir sogar zusätzlich eine kleine Massage gönnen und Deinem Körper so eine Extraportion Liebe und Dankbarkeit entgegenbringen.

Quellen:

[1] Prevalence of menstrual pain in young women: what is dysmenorrhea?

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3392715/

[2] Gynecologic disorders and menstrual cycle lightheadedness in postural tachycardia syndrome

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3413773/

[3] Perimenstrual Flare of Adult Acne

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4142818/

[4] Food intake changes across the menstrual cycle: A preliminary study

https://www.pzp.umed.wroc.pl/pdf/2020/10/1/5.pdf

[5] The relationship between premenstrual syndrome and anger https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6500841/

[6] Menstrual cycle and appetite control: implications for weight regulation

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9221991

[7] Food Cravings, Depression, and Premenstrual Problems

http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/summary?doi=10.1.1.494.6627

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