Warenkorb
${ cartError }

Ihr Warenkorb ist leer

Alle Produkte einkaufen

Was ist Selbstliebe?

08.02.21 4 min. lesezeit

 

Auf einen Blick: Was ist Selbstliebe

  1. Bedingungslose Selbstliebe
  2. Keine rosa Wolken: Warum Selbstliebe so viel mehr ist als ein Klischee
  3. Liebe ist kompliziert? Selbstliebe manchmal auch
  4. Was Dir gut tun kann: Routinen als Anker der Selbstliebe
  5. Wie sieht Selbstliebe für Dich aus?

 

Während wir noch darüber nachdenken, scheint Instagram die Definition von Selbstliebe längst gefunden zu haben: Unter dem Hashtag #selflove sehen wir Bilder von Pizza, Wein und lächelnden Menschen beim „Friends“-Bingen.

Doch in der ungefilterten Realität wird schnell klar, dass diese Art von Selbstliebe höchstens ein Teil der Antwort sein kann. Dabei ist das Thema alles andere als nebensächlich und kann beeinflussen, wie wir Tag für Tag durchs Leben gehen.

Wie kann Selbstliebe also noch aussehen, und können wir sie aktiv lernen? Begeben wir uns dazu auf ein kleines Rendezvous mit unserem Seelenleben.

Bedingungslose Selbstliebe

Das Wort „Selbstliebe“ ist so vielschichtig, dass es eine eindeutige Definition schwierig macht. Wikipedia wagt einen Versuch mit folgender Antwort: 

„Selbstliebe, auch Eigenliebe, bezeichnet die allumfassende Annahme seiner selbst in Form einer uneingeschränkten Liebe zu sich selbst.“ 

Oder, um es mit anderen Worten zu sagen: Genau wie ein Baby nichts tun muss, um geliebt zu werden, sind wir auch heute noch, immer, unserer ganzen Liebe wert. Das gilt, wenn es uns gut geht und wir uns wohlfühlen, jedoch genauso, wenn wir eine schwierige Phase haben, in der wir erst recht unserer ganzen Liebe bedürfen.

Als Gedankenstütze heißt es oft, wir sollen uns so behandeln, wie es unsere beste Freundin tun würde. Was geschieht, wenn wir dieser Idee folgen, und sie noch weiterdenken?

Keine rosa Wolken: Warum Selbstliebe so viel mehr ist als ein Klischee 

Wir alle haben mal schwierigere Zeiten. Dann ist es heilsam, wenn jemand um uns ist. Uns in den Arm nimmt, wenn wir das möchten. Uns fragt, wie es uns wirklich geht, oder einfach nur am anderen Ende der Leitung mit uns schweigt. Mit uns Junk-Food isst und Filme schaut, die wir eigentlich schon viel zu oft gesehen haben.

Manchmal kann es wunderbar sein, wenn wir auch selbst diese Person für uns sind.

Manchmal kommen wir aber vielleicht vom Sofa gar nicht mehr runter, igeln uns in den eigenen vier Wänden ein und kennen die Charaktere unserer Lieblingsserie mittlerweile fast besser als uns selbst. Dann kann es heilsam sein, wenn jemand die Jalousien aufmacht und die Pizzakartons wegräumt. Jemand, der Dich fragt, ob Du einen Spaziergang um den Block machen willst, und Dir in der Zwischenzeit ein Bad einlässt. 

Tough Love nennt man diese liebevolle (!) Strenge im Englischen. Auch das kann eine Form von Selbstliebe sein – und ist im richtigen Maß und in der richtigen Situation kein bisschen schlechter als die andere. 

Wichtig ist nur, dass beide Arten vorhanden sind. Grundlage ist das leise, kleine – oder laute – Gefühl in uns, das uns sagt, was wir brauchen. 

Denn neben der Verantwortung, die wir für unser Leben haben, ist auch das die wunderbare Kehrseite. Wir dürfen entscheiden, und niemand hat uns zu sagen, was muss und soll. Erst gar nicht bei so etwas Persönlichem wie Selbstliebe. 

Liebe ist kompliziert? Selbstliebe manchmal auch

Bedingungslosigkeit und Tough Love müssen sich nicht widersprechen. Wie so oft gibt es kein Schwarz und Weiß, und die Realität ist uneindeutig. Um bei der hoffentlich einzigen Binsenweisheit in diesem Artikel zu bleiben: Die Wahrheit hat immer zwei Seiten. 

Selbstliebe ist die Pizza, und sie ist der Gemüse-Smoothie. Sie ist die Bewerbung für den Job, von dem wir schon ewig träumen, und die Auszeit. Sie ist das Bingen ganzer Staffeln, und das Training für den Halbmarathon.

Die Realität ist nicht immer rosa und nicht butterweich, aber ja, ab und an ist sie es – und manchmal dürfen wir sie auch einfach dazu machen. Also ja, wir dürfen es uns gut gehen lassen. So sehr, wie wir es benötigen.

Was Dir gut tun kann: Routinen als Anker der Selbstliebe

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch ein paar Dinge, die wir so gut wie immer für Körper und Geist tun können. Ein paar Basics, die uns tendenziell besser fühlen lassen. Eine Art Default-Anleitung kann uns helfen, wenn wir unsere ureigenen Bedürfnissen mal nicht sofort aufspüren können. Und uns diesen im besten Fall wieder näherbringen.

Letzten Endes sind es all die Dinge, die im ersten Moment irgendwie unspektakulär klingen, aber ab und an den Unterschied machen können: Wie schlafen wir? Trinken wir genug Wasser? Wie ernähren wir uns? Wie tief oder flach ist unsere Atmung? Wie steht es um unsere sozialen Kontakte?

Routinen können uns helfen, uns dabei im Blick zu haben. An guten Tagen lassen sie uns zur Ruhe kommen, an schwierigeren können sie uns stärken. Und das Beste ist, dass wir jeden Tag damit beginnen können. Wir können heute den Grundstein für eine Routine schaffen. Die Hauptsache ist, nichts zu überstürzen und zunächst mit einer Sache anzufangen.

Das kann eine Meditation oder eine andere Achtsamkeitsübung sein. Ein Abend-Ritual mit einer Creme, die uns womöglich besser schlafen lässt. Oder so simpel wie ein Zettel oder eine App, die uns erinnern, genügend Wasser zu trinken. 

Wie sieht Selbstliebe für Dich aus?

Auch wir können keine endgültige Antwort auf diese Frage geben. Wir können nur lernen, auf unser Gefühl zu hören und im besten Fall zu bemerken, dass die Lösung manchmal gar nicht so weit weg ist, sondern irgendwo tief in uns sein kann.

Nur eines ist dabei sicher: Wenn Selbstliebe ein Commitment ist, dann ist es eines von der besten Sorte. Denn genau wie in einer Partnerschaft gilt dieses für gute wie für schlechte Zeiten. Wenn wir uns an einem Tag unsere volle Unterstützung und am nächsten Tag nur 10 Prozent geben können, ist beides genug. Es ändert nichts an der Basis – die bleibt immer gleich.

Wichtig ist nur, Dich zu sehen und anzuerkennen: Dein Tempo, Deine Bedürfnisse. Vielleicht gibt es sie dann doch, Deine Definition der Selbstliebe.

Verwandte Artikel

Weitere Artikel