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Extrem starke Periode: Du leidest nicht alleine

04.05.21 5 min. lesezeit

Eine extrem starke Periode ist eine der meistverbreiteten Menstruationsbeschwerden. 9-14 % der Frauen im gebärfähigen Alter sind betroffen und im Schnitt sucht jedes Jahr eine von 20 Frauen zwischen 30 und 49 Jahren einen Arzt auf. Die Begründung: starke Regelblutungen [1].

Auf einen Blick: Extrem starke Periode: Du leidest nicht alleine

  1. Wann spricht man von einer extrem starken Periode?
  2. Welche Beschwerden bringt eine starke Periode mit sich?
  3. Welche Ursachen kann eine sehr starke Periode haben?
  4. Was Du bei einer extrem starken Periode tun kannst
  5. Quellen

 

Eine sehr starke Periode kann unangenehme körperliche Beschwerden mit sich bringen und die Betroffenen emotional belasten. Im schlimmsten Fall ist die Lebensqualität deutlich eingeschränkt, doch es gibt Wege und Mittel, die Dir den Alltag trotz starker Blutungen während der Periode erleichtern können.

Wann spricht man von einer extrem starken Periode? 

Ob die Blutung während der Menstruation als extrem stark empfunden wird, ist natürlich von Frau zu Frau unterschiedlich. Was für die eine stark erscheinen mag, ist für die andere vielleicht ganz normal. Zudem ist die Blutung in der Regel an den ersten beiden Tagen stärker.

Von einer Hypermenorrhö – also einer zu starken Blutung während der Periode – spricht man erst, wenn es während der Menstruation zu einem Blutverlust von mehr als 80 ml kommt [2]. Zum Vergleich: Der Normalwert liegt bei ungefähr 50 ml, was etwa einer Menge von 10 Teelöffeln entspricht. 

Wenn mehrere der folgenden Punkte während Deiner Monatsblutung zutreffen, deutet das auf eine Hypermenorrhö hin:

  • Du musst alle 1-2 Stunden Deinen Tampon oder Deine Binde wechseln
  • Das Menstruationsblut enthält dicke Blutklumpen
  • Du blutest durch Deine Kleidung oder Deine Bettwäsche
  • Du musst verschiedene Periodenprodukte kombinieren
  • Du fühlst dich während der Periode müde, abgeschlagen und antriebslos [2] [3]

Oft tritt eine Hypermenorrhö gemeinsam mit einer Menorrhagie auf. Letztere beschreibt eine Menstruation, die zu lange andauert, also länger als 7 Tage. Da meist dieselbe Ursache hinter beiden Störungen liegt, werden die Begriffe oft synonym verwendet. 

Welche Beschwerden bringt eine starke Periode mit sich?

Eine starke Periode geht oft mit anderen Regelbeschwerden einher, die den Betroffenen sehr zur Last fallen können. Dazu gehören vor allem Schwerfälligkeit, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit oder Unregelmäßigkeit der Blutungen [4].

Aufgrund des hohen Blutverlustes kann es außerdem zu einem Eisenmangel kommen. Eisen ist für unseren Körper unentbehrlich, da es für viele lebenswichtige Funktionen wie Sauerstofftransport, Energiestoffwechsel und DNA-Synthese benötigt wird. Fehlt das Spurenelement, können weniger Blutkörperchen gebildet werden, die den Körper mit Sauerstoff versorgen. Das kann zu Blutarmut führen. Einer Studie zufolge entwickelt sich eine sogenannte Eisenmangelanämie bei etwa zwei Drittel der Frauen mit Hypermenorrhö [5]. Auch eine gestörte Immunfunktion kann die Folge eines Mangels sein und Symptome wie Fatigue, Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel oder gar Depressionen sind nicht unüblich [6].

Welche Ursachen kann eine sehr starke Periode haben?

Eine extrem starke Periode kann von der ersten Blutung an bestehen oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Eine Geburt, das Einsetzen einer Spirale zur Empfängnisverhütung oder auch hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren oder nach Absetzen der Antibabypille können Auslöser dafür sein [7]. 

Wenn Du regelmäßig eine sehr starke Periode hast, liegt das meistens daran, dass sich die Gebärmutter während der Monatsblutung nicht mehr richtig zusammenziehen kann. Schleimhautwucherungen, sogenannte Polypen, oder Muskelknoten, auch Myome genannt, können dabei das Problem sein. Letztere werden bei 10 % der Frauen mit starken Blutungen und bei 50 % der Frauen mit extrem starken Blutungen gefunden [8]. Auch andere Verwachsungen, Entzündungen oder eine Endometriose können eine sehr starke Periode hervorrufen.

Die Ursache kann darüber hinaus auch außerhalb deiner Gebärmutter liegen – zum Beispiel in Stress, Bluthochdruck, Gerinnungsstörung, Nieren- oder Leber­insuffizienz [9]. Deshalb solltest Du in Erwägung ziehen, Dich an einen Arzt Deines Vertrauens zu wenden, wenn Du Deiner starken Periode ein Ende setzen möchtest.

Was Du bei einer extrem starken Periode tun kannst

Wenn Dich Deine starke Periode sehr belastet, kannst Du professionelle Hilfe suchen und auch selbst einiges ausprobieren, um den Perioden-Alltag etwas zu erleichtern. 

Medizinische Behandlung

Eine medizinische Therapie richtet sich ganz nach den Ursachen der starken Blutungen während der Periode. So kann ein Arzt Medikamente oder eine Hormontherapie – wie beispielsweise den Einsatz der Antibabypille – empfehlen. Sowohl Medikamente als auch Hormone sollen dabei helfen, die Blutung abzuschwächen und die Beschwerden zu lindern. Auch kann, insbesondere wenn die Ursache ein Polyp, ein Myom oder eine Endometriose ist, eine Operation infrage kommen [9].

Fünf Tipps für den Alltag

Mit ein paar einfachen Tipps kannst Du lernen, Dich mit Deiner starken Blutung anzufreunden, und Dir den Alltag ein bisschen versüßen – ganz egal, ob Du Dich in ärztliche Behandlung begeben möchtest oder nicht:

  1. Wonach sehnst Du Dich während Deiner Menstruation? Vielleicht tut Dir Bewegung gut, vielleicht brauchst Du Bettruhe und ein gutes Buch. Höre auf Deinen Körper. Egal, was er braucht, es ist genau richtig so.
  2. Gönne Dir Zeit mit Dir selbst. Unsere Menstruation ist eine wundervolle Gelegenheit, den Fokus nach innen und auf unsere Bedürfnisse zu richten: Mit der Periodencreme The Hug kannst Du ein wohltuendes Ritual während deiner Menstruation kreieren, auf das Du Dich freuen kannst.
  3. Probiere es mit einer Menstruationstasse statt Tampons oder Binden. Diese hat ein großes Fassungsvermögen und Du musst sie nicht jede Stunde wechseln.
  4. Passe Deine Ernährung an: Vitamin B12 spielt eine wichtige Rolle für die Blutbildung und wird bei einer starken Periode vermehrt gebraucht. Auch bestimmte Fettsäuren oder Ballaststoffe sollen helfen, belegt ist dies allerdings (noch) nicht [10].
  5. Um einer Blutarmut vorzubeugen, kannst Du eisenreiche Nahrungsmittel in Deine Rezepte integrieren: Grünes Blattgemüse, Vollkornbrot oder Hülsenfrüchte gehören unter anderem dazu [10].

Die Menstruation gehört zum Leben einer Frau dazu, doch sie sollte keine Qual darstellen. Wenn Du unter einer extrem starken Periode leidest und Deinen Alltag nicht mehr meistern kannst, kann es helfen, darüber zu reden und sich ärztlichen Rat einzuholen. Viele Frauen fühlen sich mit ihren Menstruationsbeschwerden nicht erst genommen oder sind verunsichert. Folglich sprechen sie (zu) wenig darüber. Aber sei gewiss, Du leidest nicht alleine!

Quellen

[1] The Effects of Menorrhagia on Women's Quality of Life: A Case-Control Study
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3734607/

[2] NHS – Heavy Periods
https://www.nhs.uk/conditions/heavy-periods 

[3] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) - Starke Regelblutung
https://www.gesundheitsinformation.de/starke-regelblutung.html 

[4] What aspects of periods are most bothersome for women reporting heavy menstrual bleeding? Community survey and qualitative study
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17543131/ 

[5] The prevalence and impacts heavy menstrual bleeding on anemia, fatigue and quality of life in women of reproductive age
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6500811/ 

[6] Eisenmangel und Depression
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7884603/

[7] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) - Starke Regelblutung
https://www.gesundheitsinformation.de/starke-regelblutung.html 

[8] Menorrhagia
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26382038/

[9] Zyklus aus dem Takt
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-302013/zyklus-aus-dem-takt/

[10] Wie kann eine zu starke Regelblutung behandelt werden?
https://www.gesundheitsinformation.de/wie-kann-eine-zu-starke-regelblutung-behandelt-werden.html

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