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Vergessene Weisheiten rund um die Menstruation

23.11.21 3 min. lesezeit

Auf einen Blick: Vergessene Weisheiten rund um die Menstruation

  1. Die männliche Perspektive – oder: warum wir vieles nicht mehr wissen
  2. Was wir heute von damals lernen können
  3. Die Weisheit Deines Zyklus

 

 

Heute können wir uns die Vorgänge während des Menstruationszyklus medizinisch genau erklären – doch das war natürlich nicht immer so. Gerade die Menstruation war in der Geschichte ein umstrittenes Thema: Von den einen als Fluch bezeichnet, galt das Blut andernorts sogar als Heilmittel [1].

Irgendwo dazwischen befanden sich die Frauen, die über Generationen ihre ganz eigenen Wege fanden, mit ihrem Zyklus umzugehen. Was davon könnte für uns noch heute wertvoll sein und warum tappen wir an anderer Stelle im Dunkeln?

Die männliche Perspektive – oder: warum wir vieles nicht mehr wissen

Dass der überwiegende Teil der Literatur aus den letzten Jahrhunderten und Jahrtausenden aus der Feder von Männern stammt, ist kein Geheimnis. Das bedeutet jedoch auch, dass über den Menstruationszyklus schriftlich nur wenig überliefert wurde. Und was doch aufgezeichnet wurde, entsprach wiederum damaligen männlichen Sichtweisen.

So glaubte zum Beispiel der römische Schriftsteller und Philosoph Plinius der Ältere, dass eine menstruierende Frau Wein sauer und Pflanzen unfruchtbar machen könne. Außerdem könne sie Samen in Gärten vertrocknen und die Früchte von Bäumen abfallen lassen, Spiegel trüben, Bienenstöcke sterben und selbst Bronze und Eisen sofort rosten lassen [2].

Während sich ein Kommentar dazu erübrigt, fiel dabei aber aber auch die Perspektive der Frauen gänzlich unter den Tisch: So ist bis heute weitgehend unklar, wie Frauen lange vor den heutigen Hygieneprodukten mit ihrem Alltag während der Periode umgingen.

Trotz allem konnte einiges Wissen bewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben werden. So wussten sich bereits unsere Vorfahrinnen mit Helfern aus der Natur etwa gegen Regelschmerzen zu helfen.

Was wir heute von damals lernen können

Zum einen wären da natürlich die klassischen Frauenkräuter, wie zum Beispiel Johanniskraut. Dieses kann nachgewiesenermaßen stimmungsaufhellend wirken und ist somit in der Lage, Linderung bei PMS zu verschaffen. Auch Mönchspfeffer soll in der Lage sein, Menstruationsbeschwerden zu bessern.

Traubensilberkerze ist bei uns heute vor allem wegen ihrer Nutzung in den Wechseljahren bekannt – kann womöglich aber noch viel mehr: Der englische Name „cohosh“ leitet sich von einem Wort aus der Sprache der Algonkin ab, einem Volk der nordamerikanischen Ureinwohner, wo es mit „Schwangerschaft“ übersetzt wird. Entsprechend nutzen diese die Traubensilberkerze traditionell unter anderem zur Linderung von Regelschmerzen und Geburtswehen, aber auch um Wehen einzuleiten. [4]

Auch das Mutterkraut darf in dieser Aufzählung nicht fehlen: Sowohl in Nordamerika [4] als auch in unserer Volksmedizin wurde es seit jeher bei Amenorrhoe (ausbleibender Menstruation) oder Dysmenorrhoe (schmerzhafter Menstruation) verwendet.

Wichtig: Auf die Einnahme der genannten pflanzlichen Helfer solltest Du während der Schwangerschaft entweder ganz verzichten oder vorher unbedingt mit einem Arzt sprechen, da diese teilweise Wehen einleiten können. Auch über die Wirkung während der Stillzeit gibt es teilweise nicht ausreichend gesicherte Infos.

Die Weisheit Deines Zyklus

Wenn gestern auf heute trifft, kann das überlieferte Wissen unserer Ahninnen mehr denn je Gold wert sein – und Dir helfen, Deinen Zyklus auf natürliche Art und Weise zu regulieren.

Dabei gilt: Auch wenn im Zusammenhang mit dem Zyklus meistens von der Menstruation die Rede ist, handelt es sich bei der Periode doch „nur“ um einen Teil davon. Ähnlich wie Ebbe und Flut sich gegenseitig bedingen, hängen die verschiedenen Phasen dabei eng miteinander zusammen.

Mitunter werden diese auch mit dem Bild der Jahreszeiten beschrieben, die vom Winter mit Menstruation und Rückzug hin zur vollen Energie, der Phase des Eisprungs, reichen – dem metaphorischen Sommer (mehr dazu kannst Du in unserem Artikel über die Gefühle während der Phasen des Zyklus erfahren).

Um in achtsame Verbindung mit Deinem Zyklus zu treten, kannst Du das alte Wissen über heilende Kräuter heute etwa mit Seed Cycling kombinieren.

Von außen kann Dich die CBD-Periodencreme The.Hug unterstützen, indem sie dank ihrer natürlichen Inhaltsstoffe wie Johanniskraut und hochwertigem Bio-CBD-Extrakt während Deiner Periode wohltuend wirken kann – und damit vielleicht sogar zum Wohlbefinden während Deines gesamten Zyklus beiträgt.

Quellen:

[1] Causes and Cures of Skin Diseases in the Work of Hildegard of Bingen
https://www.actasdermo.org/es-causes-cures-skin-diseases-in-articulo-S1578219017301622

[2] Geschichte der Menstruation
http://www.vaginamuseum.at/LEIBundLEBEN/vaginalogie-menstruation-geschichte

[3] A systematic review of St. John's wort for major depressive disorder
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27589952/

[4] Herbal fertility treatments used in North America from colonial times to 1900, and their potential for improving the success rate of assisted reproductive technology
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6047296/

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