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Regelschmerzen: Was sind die Unterschiede zwischen primärer und sekundärer Dysmenorrhoe?

05.05.21 4 min. lesezeit

Regelschmerzen sind alles andere als eine Seltenheit: In der ein oder anderen Form sind 9 von 10 Frauen davon betroffen [1]. Dysmenorrhoe lautet der Fachbegriff dafür und bedeutet „schmerzhafte“ oder „schwierige Menstruation“. 

Wie sich das anfühlt, ist von Frau zu Frau und von Zyklus zu Zyklus unterschiedlich: Ob Du Regelschmerzen hast und wie stark sie sind, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Was sich manchmal nur durch ein leichtes Ziehen bemerkbar macht, kann sich ein anderes Mal in starken Krämpfen äußern – und andersherum. Doch jede dritte Frau benötigt regelmäßig Schmerzmittel, um den Alltag während ihrer Periode zu bewältigen [2].

Auf einen Blick: Regelschmerzen: Was sind die Unterschiede zwischen primärer und sekundärer Dysmenorrhoe?

  1. Welche Symptome können auftreten?
  2. Primäre Dysmenorrhoe
  3. Bei wem treten primäre Regelschmerzen auf?
  4. Behandlung von primärer Dysmenorrhoe
  5. Sekundäre Dysmenorrhoe
  6. Behandlung von sekundären Regelschmerzen
  7. Schritt für Schritt zu mehr Wohlbefinden während den Tagen
  8. Quellen

 

In dem gegenwärtigen Moment ist der Schmerz einfach nur Schmerz, und vor allem: da. Medizinisch unterscheidet man jedoch zwischen primärer und sekundärer Dysmenorrhoe. Die Einstufung ist wichtig, um Ursachen zu ermitteln, potenzielle Behandlungsmöglichkeiten zu identifizieren und mögliche Krankheiten auszuschließen.

Welche Symptome können auftreten?

Ob primäre oder sekundäre Regelschmerzen – die grundlegenden Beschwerden sind in beiden Fällen ähnlich.

Dazu können folgende Symptome zählen:

  • Schmerzen im Unterleib
  • Ausstrahlende Schmerzen in Beinen und/oder Rücken
  • Übelkeit 
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Allgemeines Unwohlsein.

Primäre Dysmenorrhoe

Wenn Du unter primären Regelschmerzen leidest, liegt keine Erkrankung zugrunde. Wahrscheinlich sind Deine Schmerzen außerdem schon 6 bis 12 Monate nach der Menarche (der ersten Regelblutung) zum ersten Mal aufgetreten [3]. In Deinem Zyklus beginnen die Schmerzen vor oder mit der Menstruationsblutung und halten 1-2 Tage an [4].

Man geht davon aus, dass die verstärkte Produktion von Prostaglandin – einem hormonähnlichen Botenstoff – für die Schmerzen verantwortlich ist [3]. Dieses kann je nach Ort des Auftretens im Körper an verschiedenen Prozessen beteiligt sein, nimmt hinsichtlich unserer Periode aber folgende Doppelrolle ein:

Einerseits ist Prostaglandin an der Auslösung der Menstruation mitbeteiligt: Indem Prostaglandin die Gebärmutter-Muskulatur zusammenziehen lässt, können das Menstruationsblut sowie Teile der Gebärmutterschleimhaut überhaupt erst ausgestoßen werden. Daher bildet der Körper zum Ende Deines Zyklus auch mehr von dem Botenstoff. Gleichzeitig sind Prostaglandine dafür zuständig, Schmerzrezeptoren zu sensibilisieren. 

Bei Frauen mit primären Regelschmerzen werden vermehrt Prostaglandine gebildet [5]. Da die Gebärmutter sich stärker zusammenzieht, können Blutgefäße „abgedrückt“ werden: Die Sauerstoffzufuhr des Muskelgewebes ist kurzzeitig unterbrochen, und wir spüren das als Schmerz. Während wir womöglich schmerzempfindlicher sind, können zudem die Erholungsphasen zwischen den Krämpfen seltener und kürzer sein [5].

Die vermehrte Ausschüttung von Prostaglandinen könnte auch mit anderen Regelbeschwerden wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Durchfall in Zusammenhang stehen [2].

Während Prostaglandine in unserem Körper unerlässliche Funktionen übernehmen, kann eine vermehrte Produktion also zu unangenehmen Symptomen führen.

Bei wem treten primäre Regelschmerzen auf?

Besonders junge Frauen unter 30 können von primärer Dysmenorrhoe betroffen sein. Auch wer eine starke Regelblutung (Hypermenorrhoe) hat, leidet tendenziell häufiger darunter [6].

Weiterhin gelten unter anderem ein niedriger Body-Mass-Index und eine frühe Menarche sowie eine längere Periode als Risikofaktoren [6]. Darüber hinaus kann Rauchen das Risiko erhöhen. Und auch die Psyche begünstigt die Schmerzen womöglich: Psychologische Faktoren verursachen diese zwar nicht, können sie aber verstärken [7].

Behandlung von primärer Dysmenorrhoe

Primäre Regelschmerzen sind in den meisten Fällen nicht behandlungsbedürftig. Das heißt jedoch nicht, dass starker Schmerz „normal“ ist oder wir uns damit abfinden sollten. Falls Du während Deiner Periode ohne Schmerzmittel gar nicht mehr zurechtkommst, solltest Du das ärztlich abklären lassen, um eine sekundäre Dysmenorrhoe auszuschließen. 

Sekundäre Dysmenorrhoe

Von sekundären Regelschmerzen ist dann die Rede, wenn eine Frau früher weitgehend schmerzfrei durch ihre Tage kam, aber später plötzlich Beschwerden entwickelt. Ausgelöst werden diese, im Gegensatz zu primären Schmerzen, meist durch eine Krankheit. 

Während sekundäre Regelschmerzen häufig erst ab dem 30. Lebensjahr in Erscheinung treten, ist auch ein vorheriges Auftreten nicht ausgeschlossen. Die möglichen Auslöser für eine sekundäre Dysmenorrhoe sind vielzählig:

Das können zum Beispiel gutartige Geschwülste der Gebärmutter wie Myome oder Polypen sein. Auch Endometriose ist ein möglicher Faktor. Bei letzterer können teilweise Jahre vergehen, bis sie diagnostiziert wird. 

Manche Frauen haben außerdem nach Einsetzen der Spirale mit (stärkeren) Menstruationsschmerzen zu kämpfen.

Behandlung von sekundären Regelschmerzen 

Kurzfristig können Schmerzmittel Abhilfe schaffen. Mittel- und langfristig steht natürlich die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund, welche vom jeweiligen Krankheitsbild abhängt. 

Schritt für Schritt zu mehr Wohlbefinden während den Tagen

Falls Deine Regelschmerzen eher leichter sind, können Dir auch schon ein paar wohltuende Elemente in Deinem Alltag spürbare Erleichterung verschaffen. 

Besonders kurz vor und während der Periode ist es Gold wert, Rituale zu haben, von denen wir wissen, dass sie uns wirklich gut tun. 

„Den“ einen Ratschlag gibt es dabei nicht. Während häufig zu mehr Ruhe geraten wird, erleben andere Sport als wohltuend [5]. Was dir hilft, kann also ganz individuell sein; und das ist gerade das Spannende: Es ist an der Zeit, Deine Rituale zu entdecken und Dir so Deinen ganz persönlichen Rückzugsort zu schaffen. Nimm Dir diese Zeit und spüre ganz bewusst, was Dir gut tut.

Ob das dann am Ende eine sanfte Yoga-Session, ein Treffen mit lieben Freunden oder einfach Nichtstun bedeutet, bleibt voll und ganz Dir überlassen. Immer dabei ist in jedem Fall The Hug. Mit ihren natürlichen Inhaltsstoffen unterstützt Dich die wohltuende CBD Creme ganzheitlich und lässt dich während Deiner Tage garantiert nicht im Stich. 

Jede Anwendung kann Dich gleichermaßen körperlich und geistig entspannen – und so Körper und Geist wieder mehr in Einklang bringen. Denn manchmal genügen schon ein paar kleine Wohlfühl-Momente, um Dich in Deinem Körper wieder mehr zu Hause zu fühlen. 

 

 

Quelle:

[1] The prevalence of dysmenorrhea, dyspareunia, pelvic pain, and irritable bowel syndrome in primary care practices

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8532266/#:~:text=Results%3A%20The%20reported%20prevalence%20of,risk%20factor%20for%20pelvic%20pain.

[2] Dysmenorrhö hat viele Ursachen

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/dysmenorrhoe-hat-viele-ursachen/

[3] Primary dysmenorrhea

https://www.aafp.org/afp/1999/0801/p489.html

[4] Menstruationsschmerzen – sekundäre Dysmenorrhö https://deximed.de/home/klinische-themen/gynaekologie/patienteninformationen/menstruationsprobleme/menstruationsschmerzen-sekundaere-dysmenorrhoe/

[5] Spielregeln für die Regel: Weniger Schmerzen während der Tage

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2001/daz-31-2001/uid-1168

[6] Dysmenorrhea
https://www.aafp.org/afp/2012/0215/p386.html

[7] Dysmenorrhea

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2178834/

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