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Was ist CBD – und warum ist es in unseren Cremes?

26.01.21 8 min. lesezeit

 

Auf einen Blick: Was ist CBD – und warum ist es in unseren Cremes?

  1. CBD in a nutshell
  2. Der Mensch braucht Cannabinoide
  3. Exkurs: Das Endocannabinoidsystem
  4. Zwischenstand
  5. CBD und Forschung – „was bisher geschah..."
  6. Nebenwirkungen von CBD
  7. Fazit – was ist CBD?

 

CBD begegnet uns dieser Tage gefühlt überall. Ob als Öl im Drogeriemarkt, vermeintliches Wundermittel gegen alles, was uns im hektischen Alltag so plagt oder als neueste Ergänzung im Repertoire rastloser Selbst-Optimierer. Für die einen gehört es längst dazu, andere sind verunsichert, fragen sich nach Sinn oder Unsinn dieses Stoffs oder haben noch immer Angst, dass sie damit in Schwierigkeiten kommen könnten.

Wir wollen hier deshalb mal einen genaueren Blick wagen: Was ist CBD überhaupt und wo kommt es her? Macht es uns wirklich nicht „high” und muss ich jetzt bei Straßenverkehrskontrollen um meinen Führerschein bangen?

Rechtliche als auch medizinische Situationen sind immer höchst individuell. Konkrete Fragen zu Eurer ganz speziellen Lage solltet Ihr immer auch konkret und individuell abklären lassen. Nur dann seid Ihr auf der sicheren Seite.

CBD in a nutshell

CBD macht nicht high

Das Wichtigste gleich am Anfang: Nein, CBD macht uns definitiv nicht „high” und auch der Führerschein ist nicht in Gefahr, wenn wir dieses vielseitige Cannabinoid nutzen wollen. 

Sollte das also unsere Sorge gewesen sein, können wir hier schon mal beruhigt aufatmen. 

Aber auch sonst lohnt sich ein näherer Blick auf das Molekül. 

CBD vs. THC – ungleiche Geschwister

Cannabidiol, kurz CBD, ist eines der über 100 verschiedenen sogenannten Cannabinoide, die in der Hanfpflanze vorkommen. In seiner Struktur unterscheidet es sich nur wenig von seinem berühmten Geschwistermolekül: THC (Tetrahydrocannabinol) – ein kleiner Unterschied mit mächtiger Wirkung. Denn ebendieses THC ist es, das den berüchtigten Rauschzustand nach dem Konsum entsprechender THC-haltiger Cannabisprodukte auslöst. 

Also: THC macht „high”, CBD tut das nicht!

CBD ist nicht illegal 

Und genau deshalb gilt CBD als Einzelsubstanz eben nicht als Rauschmittel und ist daher auch nicht illegal – im Gegensatz zu THC. Solltest Du also unsere CBD-haltigen Cremes nutzen, kannst Du im unwahrscheinlichen Fall einer Verkehrskontrolle mit Drogentest ganz entspannt bleiben!

Der Mensch braucht Cannabinoide

Der menschliche Körper steckt voller Wunder – wie er es schafft, mit den vielen Herausforderungen umzugehen, die das Leben für uns bereithält, lässt uns immer wieder staunen. Damit das funktioniert, laufen rund um die Uhr die verschiedensten Prozesse ab, die dafür sorgen sollen, dass alles im Gleichgewicht bleibt. Dafür hat uns die Natur mit zahllosen Mechanismen und Systemen ausgestattet, die oftmals unbemerkt im Hintergrund ihre Arbeit verrichten.

Exkurs: Das Endocannabinoidsystem

Eines dieser Systeme ist das sogenannte Endocannabinoidsystem, kurz: ECS. Dieses uralte System besteht unter anderem aus Rezeptoren und den dazugehörigen Liganden. Bildlich ist hier oft vom Schlüssel-Schloss-Prinzip die Rede: Wenn ein Schlüssel (= Ligand; in diesem Fall ein Cannabinoid) zu einem Schloss (= Rezeptor; in diesem Fall spezielle Cannabinoidrezeptoren) passt, dann kann es zu einer bestimmten Reaktion kommen.

Das Faszinierende ist, dass unser Körper selbst Substanzen herstellt, die auf diese Cannabinoid-Schlösser passen, nämlich in Form der sogenannten Endocannabinoide. Und das ist auch gut so, denn das ECS ist an der reibungslosen Funktion und Regelung zahlreicher Prozesse im Körper beteiligt. Vom Appetit (Hungergefühl) über unseren Schlaf-wach-Rhythmus, unser Schmerzempfinden und Erinnerungsvermögen bis hin zur Funktion unseres Immunsystems – überall ist das Endocannabinoidsystem mit im Spiel. Es übernimmt hier sozusagen das Feintuning und greift dabei meistens inhibitorisch, d. h. reduzierend ein. 

Das Endocannabinoidsystem in Aktion

Das könnte dann zum Beispiel so ablaufen: 

Stellen wir uns vor, wir müssen in zehn Minuten eine Präsentation vor Publikum halten. Die meisten von uns werden in dieser Situation eine ordentliche Stressreaktion zu spüren bekommen.

Dabei werden Energievorräte angezapft und damit diese Energie auch verstoffwechselt werden kann, erhöht sich die Atemfrequenz, um mehr Sauerstoff bereitzustellen. Durch einen erhöhten Puls wird der Blutdruck angehoben – so können die Muskeln besser durchblutet und versorgt werden. Unser Sichtfeld wird weiter, unsere Haare können sich aufstellen, unser Mund wird trocken und die Verdauung wird weitgehend pausiert. 

Kurz: Unser Körper macht sich bereit. Aber wofür? Nun, oft ist ein wesentlicher Bestandteil von Stress, dass man eben nicht genau weiß, wie es für einen laufen wird. Deshalb ist die Reaktion darauf auch zunächst unspezifisch. Generell gibt es dann drei Kategorien, in die unser weiteres Vorgehen fallen kann: Angriff, Flucht oder Erstarrung (Fight, Flight or Freeze).

… all das geht also in uns vor, während wir hinter der Bühne zum tausendsten Mal unsere Notizen durchgehen. Irgendwann merkt der Körper dann hoffentlich, dass die Situation nicht lebensbedrohlich ist. Und hier kommt das Endocannabinoidsystem ins Spiel: Durch die Ausschüttung körpereigener Cannabinoide (Endocannabinoide) wird die Stressreaktion wieder heruntergefahren. Wir werden entspannt oder zumindest entspannter. 

Das Spannende: Unser Endocannabinoidsystem hat sogar eine Art Gedächtnis!

Wenn wir ein weiteres mal in einer ähnlichen Situation sind, „erinnert” sich das System daran und kann schneller eingreifen. Und beim nächsten mal funktioniert es dann noch besser. Und so weiter.

Die Folge: Es fällt uns von Mal zu Mal leichter, mit der Situation umzugehen – die akute Stressreaktion wird immer schwächer und hält weniger lang an.

Da kann man also schon staunen, welch raffinierte Mechanismen uns im Alltag so unter die Arme greifen, ohne, dass wir es richtig mitbekommen.

Allerdings: Dieses System hat sich vor sehr sehr langer Zeit entwickelt. Und auch wenn die oben beschriebene Situation für die meisten von uns ziemlich zuverlässig zu Stress führen wird – mit den täglichen Bedrohungen, denen wir damals ausgesetzt waren, hat das nicht mehr viel zu tun. Die regulierende Wirkung des ECS wird also umso wichtiger; wer will schon vor jeder Präsentation stundenlang Todesängste durchstehen?

Hilfe von außen – mit Phytocannabinoiden

Was aber tun, wenn unser Körper diesen Unterschied nicht kennt oder wenn er es aus anderen Gründen nicht schafft, unsere Stressreaktionen ausreichend im Zaum zu halten? 

Dann kann es Sinn machen, Cannabinoide auch von außen zuzuführen – zum Beispiel durch den Einsatz von Phytocannabinoiden, also den Substanzen, die sich in der Cannabispflanze finden und zu denen auch CBD und THC gehören. Diese können dann die Funktion der körpereigenen Stoffe unterstützen und so (bei richtiger Dosierung) zu einem inneren Gleichgewicht beitragen.

Es gibt aber auch Möglichkeiten, die Produktion der körpereigenen Cannabinoide anzukurbeln: Singen, Tanzen und körperliche Betätigung beispielsweise. 

Zwischenstand

Wir wissen jetzt, was Cannabinoide sind und dass unser Körper einige davon selber herstellen kann, die sogenannten Endocannabinoide. Andere lassen sich von außen zuführen, so auch die sogenannten Phytocannabinoide (Phyto = Pflanze) aus der Cannabispflanze, von denen es über 100 verschiedene gibt. Außerdem haben wir – zumindest in sehr groben Zügen – gesehen, was diese Stoffe für uns tun können und dass ihre Funktion im Wesentlichen das Feintuning verschiedenster Prozesse und Systeme ist.

Doch was hat es speziell mit CBD auf sich? Welche Effekte können von dem legalen Cannabinoid ausgehen und warum bekommt gerade CBD aktuell so viel Aufmerksamkeit?

CBD und Forschung – „was bisher geschah…”

Eines gleich vorweg: Wenngleich es vor allem in den letzten Jahren sehr viel Forschung rund um Cannabinoide und insbesondere rund um CBD gab – der Stand der Literatur ist leider noch längst nicht so, wie man ihn sich wünschen würde. Die vielversprechenden ersten Ergebnisse in vielen Bereichen lassen nicht immer auch eine Generalisierbarkeit zu. Das liegt einerseits an methodischen Mängeln: Hochwertige und aussagekräftige Studien, vor allem am Menschen, kosten viel Geld. Pflanzen und pflanzliche Bestandteile lassen sich aber nach wie vor nicht gut schützen – das Interesse großer Pharmaunternehmen, die die notwendige Forschung finanziell stemmen könnten, hält sich entsprechend in Grenzen.

Eine lückenlose Evidenz gibt es in den meisten Fällen derzeit nicht; und somit sind die allermeisten endgültigen Aussagen zu den Effekten von CBD noch unzulässig. Zumindest im Sinne einer evidenzbasierten Medizin.

Wie wir die vielen vorliegenden Ergebnisse, Fallbeschreibungen und Berichte einordnen, ist daher nach wie vor uns selbst überlassen. An entsprechenden Hinweisen mangelt es jedenfalls nicht.

Im Folgenden schauen wir uns die wichtigsten Bereiche an, in denen der Effekt von CBD bereits – zumindest teilweise – erforscht wurde. 

Epilepsie

In diesem Bereich ist die vorhandene Literatur vergleichsweise üppig. Vor allem zur Behandlung seltener und therapieresistenter Formen von Epilepsie (Lennox-Gastaut oder Dravet-Syndrom) gilt CBD in Verbindung mit einer Standardtherapie (v. a. Clobazam) als vielversprechend. Auch zu anderen Ausprägungen von Epilepsie bzw. Krampfanfällen liegen gute erste Ergebnisse vor. Hier lässt sich aber noch nichts nähere mit Gewissheit sagen.

Stress und Angststörungen

In einer experimentell erzeugten akuten Stresssituation kann CBD angstlösend wirken. Entscheidend ist aber die richtige Dosis. Denn während 300 mg CBD in einer Studie zu einer starken und statistisch signifikanten Reduktion des Stresslevels führten, hatten die geringere (150 mg CBD) und die höhere (600 mg CBD) Dosis keinen solchen Effekt.

Schlaf

Der schlaffördernde Effekt von CBD konnte unter anderem in einer Studie aus dem Jahr 2019 beobachtet werden – allerdings nur im ersten Monat der dreimonatigen Studie. Danach nahm die Wirkung wieder ab. Woran das lag, weiß man nicht. Leider lässt auch diese Studie aufgrund ihrer methodischen Mängel keine allgemeinen Aussagen zu.

Hautgesundheit

Die Haut besitzt tatsächlich ihr eigenes Endocannabinoidsystem. Das heißt, dass alle Bestandteile dieses Systems auch in der Haut zu finden sind. Aufgrund der Funktionsweise des ECS wird angenommen, dass es einen wichtigen Beitrag zu einem hautphysiologischen Gleichgewicht leistet.

Ist dieses Gleichgewicht gestört, kann das mit einer Vielzahl von Hautkrankheiten einhergehen, darunter Akne, eine übermäßige Talgproduktion, Juckreiz und Schuppenflechte.

Wegen seiner regulierenden Funktion gilt das ECS der Haut als vielversprechendes Behandlungsziel.

Schmerz

Die schmerzstillende Wirkung von Cannabis ist seit Jahrtausenden überliefert. Und auch für CBD gibt es Hinweise auf einen entsprechenden Effekt. Der Einsatz von CBD konnte in einer Studie aus dem Jahr 2019 neuropathische Schmerzen signifikant reduzieren und wurde dabei sehr gut vertragen. 

Nebenwirkungen von CBD 

CBD gilt generell als verhältnismäßig nebenwirkungsarm – in der Literatur findet man dennoch einiges zu dem Thema. Diese Nebenwirkungen wurden jedoch in den meisten Fällen bei Dosierungen beobachtet, die weit über denen liegen, die wir beispielsweise mit dem bestimmungsgemäßen Gebrauch unserer Cremes erreichen.

Zu den berichteten Nebenwirkungen gehören zum Beispiel ein verringerter Appetit, Durchfall und Müdigkeit. Diese sind nach bisherigem Kenntnisstand aber eher mild, vorübergehend und vergleichsweise selten.

Bei normaler Verwendung unserer Cremes ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu derlei Effekten kommt, minimal.

Was an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben sollte, ist eine mögliche Wechselwirkung von CBD mit anderen, gleichzeitig eingenommenen Medikamenten. CBD kann dazu führen, dass die Metabolisierung bestimmter Medikamente verändert wird. Dann kann eine Dosisanpassung angezeigt sein. Das gilt beispielsweise für Medikamente, die zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt werden.

Wenn wir also dauerhaft Medikamente einnehmen, ist es umso wichtiger, die Anwendung von CBD ärztlich abzuklären.

Schwangeren und stillenden Frauen wird grundsätzlich von der Einnahme von CBD abgeraten. Das ist nicht etwa der Fall, weil CBD für Mutter und/oder Kind gefährlich wäre – es fehlt hier aber wie an so vielen Stellen noch an Langzeitstudien, die eine mögliche Gefahr ausschließen.

Fazit – was ist CBD?

Wir haben gelernt: CBD oder Cannabidiol ist eines von über 100 Cannabinoiden, die von der Cannabispflanze produziert werden. Dass diese Substanzen überhaupt mit unserem Körper interagieren können, haben wir dem Endocannabinoidsystem (ECS) zu verdanken. Dieses System greift regulierend in andere Systeme und Prozesse ein, die ständig in unserem Körper ablaufen und sorgt dafür, dass sich diese so gut es geht im Gleichgewicht befinden.

Durch die flächendeckende Verteilung der Bestandteile des ECS in unserem Körper gibt es kaum einen Bereich, der nicht in irgendeiner Weise von und mit Cannabinoiden gesteuert wird. Beispielhaft haben wir einen kleinen Blick in die Forschungslandschaft gewagt und festgestellt, dass es reichlich Hinweise und erste Ergebnisse gibt, die darauf hindeuten, dass CBD in Zukunft noch eine Rolle spielen wird.

Was auch immer wir also von CBD halten mögen – das Potenzial scheint gewaltig. Die Inhaltsstoffe des Hanfs, allen voran CBD, erleben derzeit zu Recht ein Comeback. Dass die alte Heilpflanze auch in der modernen Kosmetik und Medizin noch eine große Rolle spielen wird, davon sind wir fest überzeugt. CBD ist erst der Anfang – hast Du es schon probiert?

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