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Hat der Vollmond Einfluss auf unseren Schlaf?

09.02.21 4 min. lesezeit

 

Auf einen Blick: Hat der Vollmond Einfluss auf unseren Schlaf

  1. Kann man bei Vollmond schlechter schlafen?
  2. Gibt es eine physikalische Erklärung?
  3. Eine mögliche Erklärung
  4. Fazit: Ist der Vollmond nun schuld an Schlafproblemen
  5. Quellen

 

Beim Blick in den nächtlichen Himmel können wir erahnen, welche Faszination das Mondlicht auf unsere Vorfahren ausgeübt haben muss. Besonders um den Vollmond rankten sich früher zahlreiche Mythen: Er sollte Geburten herbeiführen und den richtigen Zeitpunkt zur Ernte bestimmen, aber auch unruhig und aggressiv machen. Mitunter hieß es sogar, er hätte die Kraft, Menschen in Werwölfe zu verwandeln.

Zweifellos hat unser Verhältnis zum Mond sich seitdem grundlegend verändert. Nur die Frage, ob er unseren Schlaf beeinflusst, scheidet bis heute die Geister. Während einige einen direkten Zusammenhang zwischen dem Vollmond und Schlaflosigkeit vermuten, halten andere das für bloßen Aberglauben.

Das Thema scheint auch dem ein oder anderen Wissenschaftler schlaflose Nächte bereitet zu haben: Zumindest gibt es zu der Frage einige Untersuchungen, die Licht ins Dunkel bringen sollen.

Kann man bei Vollmond schlechter schlafen?

2013 sorgten Forscher an der Universität Basel durch eine Studie für Aufsehen. Dabei untersuchten sie die Ergebnisse einer bereits durchgeführten Schlafstudie im Nachhinein auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Schlaf und Vollmond. Sie stellten fest, dass die Versuchsteilnehmer bei Vollmond 20 Minuten weniger schliefen, 5 Minuten länger zum Einschlafen benötigten und weniger Zeit im Tiefschlaf verbrachten [1]. 

Da weder Forscher noch Studienteilnehmer zum Zeitpunkt der Untersuchung wussten, dass die Ergebnisse nach Mondphasen analysiert würden, handelte es sich um eine Doppelblind-Studie. Außerdem fand diese unter Laborbedingungen, das heißt auch ohne Fenster, statt: Die Teilnehmer sahen also nicht, wo sich der Mond befand. Ob sie sich vorher darüber informiert hatten, lässt sich nicht nachprüfen. Eine andere Studie stellte ein Jahr später ebenfalls einen kürzeren Tiefschlaf während des Vollmondes fest [2].

An der Schweizer Studie gab es jedoch Kritik, unter anderem wegen der relativ kleinen Versuchsgruppe. Weitere Untersuchungen wären nötig, um die Erkenntnisse zu untermauern.

Im Widerspruch zu den Erkenntnissen der beiden Untersuchungen steht eine Analyse des Max-Planck-Institutes für Psychiatrie. Dort wurden, ebenfalls nachträglich, große Datensätze aus Schlafstudien ausgewertet. Die Forscher konnten keinen Zusammenhang zwischen dem menschlichen Schlaf und den Mondphasen feststellen [3].

Gibt es eine physikalische Erklärung? 

Dass die bloße Helligkeit des Mondes einen Einfluss auf uns hat, ist eher unwahrscheinlich. Sie liegt bei 0,1 bis 0,3 Lux – zum Vergleich: Eine Straßenlaterne hat 15 Lux und unser Handy-Bildschirm circa 40 Lux (je nach Größe) [4]. Auch der Verweis auf ein „besonderes“ Mondlicht ist zweifelhaft, da der Mond ohnehin nicht selbst leuchtet, sondern lediglich Sonnenschein reflektiert.

Ein weiterer Ansatz für die mögliche Wirkung auf den Menschen liegt in der Gravitation des Mondes. Sie verändert sich mit der Position vom Mond zur Erde. Wenn dieser Effekt die Meere bewegen kann, warum sollte er nicht auch uns beeinflussen? Schließlich bestehen wir zum überwiegenden Teil aus Wasser. 

Hier gilt jedoch: Die Veränderung ist verhältnismäßig gering und wird erst bei größeren Körpern erkennbar. Daher kann man die Gezeiten nur beim Meer wahrnehmen – und nicht schon am See oder Swimmingpool. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie uns als Menschen beeinflusst und damit auch eine Wirkung auf unser Schlafverhalten hat, ist also eher gering.

Eine mögliche Erklärung

Da wir uns außergewöhnliche Ereignisse eher merken als alltägliche Geschehnisse, könnte die selektive Wahrnehmung uns austricksen. Wenn wir bei Vollmond schlaflos im Bett liegen, bleibt das unter Umständen mehr im Gedächtnis als eine „normale“ Nacht, in der wir schlecht geschlafen haben.

Auch das Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeiung könnte eine Rolle spielen. Wenn wir die Erfahrung einmal gemacht haben, schlafen wir das nächste Mal bei Vollmond womöglich wirklich schlechter. 

Fazit: Ist der Vollmond nun schuld an Schlafproblemen?

Selbst die Wissenschaft scheint sich bei dieser Frage bis heute nicht einig zu sein: Ein Zusammenhang zwischen Vollmond und Schlaflosigkeit konnte weder eindeutig nachgewiesen noch endgültig widerlegt werden.

Fest steht nur, dass Schlaf in erster Linie etwas extrem Subjektives und Persönliches ist. Und unabhängig davon, aus welchem Grund wir nicht schlafen können: Gleich bleibt immer die Belastung, die wir verspüren, wenn wir nicht genügend Schlaf bekommen.

Was kannst Du tun, um besser zu schlafen?

Ganz gleich, ob es am Vollmond, am Stress oder doch an etwas anderem liegt: Wenn Du ab und an nicht schlafen kannst, können Rituale Dir helfen, Körper und Geist in einen entspannteren Zustand versetzen. Ein warmes Bad oder eine warme Dusche, das Gefühl von frisch bezogener Bettwäsche und ein warmer Kakao sind alles Dinge, die zu einer Wohlfühlatmosphäre beitragen können. Ein besonders behagliches Gefühl kannst Du kreieren, indem Du zusätzlich Deinen Geruchssinn aktivierst. Trage dazu die The Good Night Schlafcreme sanft auf Deine Unterarme auf, nehme das wunderbare Palo-Santo-Aroma wahr und erlaube Dir, Deine Gedanken mit jeder Ausatmung ein Stück mehr loszulassen. 


Quellen:

[1] Evidence that the lunar cycle influences human sleep: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23891110/

[2] Association between lunar phase and sleep characteristics: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25266502/

[3] Beeinflusst der Mond unseren Schlaf? https://www.mpg.de/8271794/schlaf_vollmond

[4] Timing of light exposure affects mood and brain circuits: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5299389

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