self-care

Weniger, aber besser: Wie Schwangerschaft meinen Blick auf bewussten Konsum verändert hat

Weniger, aber besser: Wie Schwangerschaft meinen Blick auf bewussten Konsum verändert hat

Gute Unternehmen brauchen nicht nur Bewunderung. Sie brauchen Unterstützung.

Schwangerschaft verändert vieles. Bei mir hat sie auch verändert, wie ich auf Produkte schaue.

Auf Materialien. Auf Handwerk. Auf Qualität. Und zunehmend auf die Frage, welche Unternehmen ich mit meinen eigenen Kaufentscheidungen eigentlich unterstützen möchte.

Ich habe während meiner Schwangerschaft gemerkt, dass ich weniger Dinge kaufen möchte. Dafür Dinge, die wirklich gut gemacht sind. Produkte, bei denen jemand weitergedacht hat als bis zum nächsten Kauf.

Vielleicht ist das eine der interessantesten Veränderungen für mich: Konsum nicht mehr nur als Auswahl eines Produktes zu betrachten, sondern auch als Entscheidung dafür, welche Unternehmen und welche Art von Produktentwicklung ich stärken möchte.

Weniger, aber besser

Gerade wenn ein Kind kommt, scheint die Liste dessen, was man angeblich braucht, unendlich zu sein.

Für jede Phase gibt es ein neues Produkt. Für jeden Entwicklungsschritt eine neue Anschaffung.

Ich habe mich irgendwann gefragt: Muss das eigentlich so sein?

Oder können wir Produkte anders denken?

Langlebiger. Anpassungsfähiger. Mit besseren Materialien. Mit einer Konstruktion, die nicht nur für wenige Monate funktioniert, sondern Veränderung von Anfang an mitdenkt.

Genau darüber bin ich bei Nani Berlin gestolpert.

Ein Bett, das mit einem Kind mitwächst

Hinter Nani steht Marlene Rehder.

Was mich an ihrem Ansatz sofort interessiert hat, war nicht nur die Ästhetik des Produktes, sondern die Idee dahinter.

Das Nani Bett ist als 4 in 1 Bett konzipiert. Es begleitet ein Kind von den ersten Monaten über mehrere Entwicklungsphasen hinweg.

Es beginnt als Beistellbett, wird zum Babybett, später zum Kleinkindbett und schließlich zum Juniorbett.

Ein Produkt also, das nicht nach wenigen Monaten durch das nächste ersetzt werden muss, sondern sich verändert, weil sich das Kind verändert.

Heute schläft unsere Tochter selbst darin.

Und ich merke im Alltag, wie viel Unterschied es macht, wenn ein Produkt nicht nur schön aussieht, sondern wirklich durchdacht ist.

Die Konstruktion aus Holz, die Rollen, die Anpassungsmöglichkeiten und die verschiedenen Erweiterungen folgen alle derselben Idee: Ein gutes Produkt sollte möglichst lange relevant bleiben.

Langlebigkeit ist auch eine Designfrage

Wir sprechen bei bewusstem Konsum oft zuerst über Materialien.

Das ist wichtig. Aber für mich greift es zu kurz.

Ein Produkt kann aus guten Materialien bestehen und trotzdem nach kurzer Zeit überflüssig werden.

Langlebigkeit beginnt deshalb schon viel früher, bei der Frage, wie ein Produkt entwickelt wird.

Kann es sich an unterschiedliche Lebensphasen anpassen?

Ist es reparierbar?

Ist seine Gestaltung so zeitlos, dass man es auch in einigen Jahren noch verwenden möchte?

Löst es ein tatsächliches Problem?

Und wurde darüber nachgedacht, was mit dem Produkt passiert, nachdem sein erster Zweck erfüllt ist?

Gerade bei Babyprodukten finde ich diese Fragen besonders relevant, weil die einzelnen Entwicklungsphasen so kurz sind.

Ein mitwachsendes Babybett ist deshalb für mich nicht einfach ein praktisches Produkt. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie Design Ressourcennutzung beeinflussen kann.

Warum ich Marlene und Nani hier zeige

Dieser Beitrag ist nicht nur eine Empfehlung für ein Babybett.

Mich beschäftigt eine größere Frage.

Wie schaffen es Unternehmen, die Qualität, Handwerk und langfristiges Denken in den Mittelpunkt stellen, gegen Produkte zu bestehen, die vor allem über Preis, Geschwindigkeit und Masse funktionieren?

Denn gute Unternehmen entstehen nicht automatisch nur deshalb weiter, weil wir ihre Arbeit bewundern.

Sie brauchen Menschen, die sich bewusst für ihre Produkte entscheiden.

Gerade als Gründerin weiß ich, wie groß der Unterschied zwischen Interesse und tatsächlicher Unterstützung ist.

Ein schönes Produkt zu speichern, einem Unternehmen zu folgen oder zu sagen, dass man seine Idee großartig findet, ist etwas anderes, als eine Kaufentscheidung zu treffen.

Und natürlich können und sollen wir nicht jedes Unternehmen unterstützen.

Aber wir können genauer hinsehen.

Bewusster Konsum bedeutet für mich nicht Verzicht

Ich möchte bewussten Konsum nicht romantisieren.

Es geht für mich auch nicht darum, möglichst wenig zu besitzen oder jede Kaufentscheidung zu einer moralischen Frage zu machen.

Es geht um etwas viel Einfacheres.

Genauer hinzusehen.

Brauche ich dieses Produkt wirklich?

Wie lange werde ich es verwenden?

Ist es gut gemacht?

Wer steht dahinter?

Und ist es ein Unternehmen, dessen Art zu arbeiten ich gerne häufiger sehen würde?

Je öfter ich mir diese Fragen stelle, desto weniger interessieren mich kurzfristige Trends.

Und desto interessanter werden Produkte, die vielleicht nicht die lautesten sind, aber die besseren.

Eine Frage, die auch This Place prägt

Diese Haltung beschäftigt mich nicht nur privat.

Sie berührt auch sehr unmittelbar die Art, wie wir bei This Place über Produkte nachdenken.

Auch bei Hautpflege stellt sich für mich die Frage: Braucht es wirklich noch ein weiteres Produkt?

Oder gibt es einen konkreten Bedarf, den wir besser lösen können?

Welche Funktion hat ein Produkt im Alltag?

Wie fühlt sich ein Ritual an, das man nicht nur einige Male ausprobiert, sondern über lange Zeit wirklich beibehält?

Für mich liegt genau darin eine Verbindung zwischen bewusster Selbstfürsorge und bewusstem Konsum.

Nicht möglichst viel.

Sondern das Richtige.

Gute Unternehmen brauchen Unterstützung

Vielleicht ist das am Ende der Gedanke, den ich aus meiner Schwangerschaft und den ersten Wochen als Mutter am stärksten mitnehme.

Qualität ist eine Entscheidung.

Handwerk ist eine Entscheidung.

Langlebigkeit ist eine Entscheidung.

Und auch wir als Konsumentinnen und Konsumenten treffen Entscheidungen darüber, welche Unternehmen langfristig eine Chance haben.

Deshalb möchte ich Unternehmen wie Nani und Gründerinnen wie Marlene sichtbarer machen.

Nicht nur, weil ich ihr Produkt schön finde.

Sondern weil ich glaube, dass wir mehr Unternehmen brauchen, die Produkte so denken.

Gute Unternehmen brauchen nicht nur Bewunderung. Sie brauchen Unterstützung.

Laura Simonow
Gründerin von This Place

Über Nani Berlin

Nani Berlin entwickelt mitwachsende Kindermöbel mit dem Anspruch, Produkte länger nutzbar zu machen. Das Nani Bett kann in unterschiedlichen Entwicklungsphasen als Beistellbett, Babybett, Kleinkindbett und Juniorbett genutzt werden.

Häufige Fragen

Was ist ein mitwachsendes Babybett?

Ein mitwachsendes Babybett lässt sich an unterschiedliche Entwicklungsphasen eines Kindes anpassen. Dadurch kann dasselbe Möbelstück über einen längeren Zeitraum genutzt werden, anstatt für jede Phase ein neues Bett anzuschaffen.

Warum können mitwachsende Babyprodukte sinnvoll sein?

Babys und Kleinkinder entwickeln sich schnell und viele klassische Babyprodukte werden deshalb nur kurze Zeit verwendet. Mitwachsende Produkte können ihre Funktion an verschiedene Phasen anpassen und dadurch länger relevant bleiben.

Was bedeutet bewusster Konsum?

Bewusster Konsum bedeutet, Kaufentscheidungen stärker anhand von tatsächlichem Bedarf, Qualität, Material, Langlebigkeit und Nutzung zu treffen. Dabei kann auch eine Rolle spielen, welches Unternehmen und welche Form von Produktentwicklung mit einem Kauf unterstützt werden.

Wer ist Marlene Rehder?

Marlene Rehder ist die Gründerin von Nani Berlin. Mit Nani entwickelt sie Produkte für Kinder, bei denen Anpassungsfähigkeit, Gestaltung und eine möglichst lange Nutzungsdauer zusammengedacht werden.