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Die Geschichte der Selbstfürsorge

18.06.21 4 min. lesezeit

Wir alle sehen beinahe jeden Tag Videos oder lesen Artikel über Selbstfürsorge. Wahrscheinlich hast Du sogar eine Art Routine oder bist dabei, eine zu entwickeln.

Doch was ist Selbstfürsorge? Woher kommt sie und wie ist sie entstanden?

Sie kann für jeden anders aussehen. Einige empfinden Lesen oder Anschauen von Videos zur Entspannung als Selbstfürsorge. Für andere ist sie ein Schaumbad oder die tägliche Hautpflegeroutine. Für manche wiederum bedeutet sie, gute Gespräche mit einem Freund zu führen oder eine Therapie zu machen.

Und sie haben alle Recht! Das sind alles Formen der Selbstfürsorge – es hängt nur davon ab, was wir brauchen oder welche Prioritäten wir setzen.


Wie ist Selbstfürsorge entstanden?

Sie entstand in den 50er-Jahren als eine Art radikaler Akt der People of Colour. Sie war in der medizinischen Gemeinschaft weit verbreitet, wurde jedoch erst durch die Black Panther Party bekannt und politisiert.


“Selbstfürsorge war kein Luxus, sie war notwendig”


Die Selbstfürsorge-Bewegung – ein Rückblick

Wie wir wissen, wurden und werden People of Colour immer wieder ausgegrenzt und marginalisiert. Und auch heute noch sind sie in der Gesellschaft mit großen Schwierigkeiten konfrontiert.

Viele von ihnen protestierten für ihr Recht und engagierten sich intensiv für den Aktivismus, doch natürlich forderte das auch einen physischen und psychischen Tribut. Es brachte sie in Gefahr – oder sogar Schlimmeres. 

Selbstfürsorge war demnach kein Luxus, sie war notwendig. Einige Aspekte mögen zwar der Art und Weise ähneln, wie wir sie heute sehen, doch die Gründe dafür sind etwas anders.

Auch damals schon gehörte das heute ebenfalls beliebte Yoga dazu. Natürlich, denn sie mussten ruhig und fokussiert bleiben, ihre körperliche Gesundheit fördern.

Andere unverzichtbare Formen der Selbstfürsorge waren Selbstverteidigung und Kampfsport, was sich von unserer heutigen Vorstellung von Selbstfürsorge ein wenig unterscheidet. Doch denken wir an bestimmte Viertel, in denen People of Colour typischerweise lebten (und manchmal immer noch leben) sowie an die Gefahr durch den Aktivismus, dann ergibt das natürlich Sinn.

Doch es ging nicht nur um den physischen Aspekt der Selbstverteidigung, obwohl dieser bedeutend war. Es ging auch darum, sich selbstbestimmt zu fühlen. Das war essentiell – vor allem als die Welt sie glauben machen wollte, sie wären weniger wert aufgrund ihrer Hautfarbe.

Selbstfürsorge war notwendig, um sich selbst und gleichzeitig die gesamte Gemeinschaft zu stärken.


Wie wir Selbstfürsorge heute nutzen

Auch heute gehören zur Selbstfürsorge Möglichkeiten, sich selbst zu stärken, wie zum Beispiel Lernen, Lesen und mentale Disziplin durch Yoga oder Kampfsport.

Moderne Selbstfürsorge scheint sich heutzutage eher um Luxus, das Verwöhnen und körperliche Pflege zu drehen – was natürlich wichtig und eine gute Sache ist – als um Selbstbestimmung und das Überleben.

Dazu gehören Schaumbäder, Badebomben, luxuriöse Hautpflegeprodukte, Maniküre/Pediküre, Tuch- und Gesichtsmasken, Haarmasken und vieles mehr.

Es scheint eine schier unendliche Auswahl an Produkten zu geben wie Luxus-Pantoffeln, spezielle Handtücher für die Haare, Bademäntel, Jade-Gesichtsroller, Augenmasken und so weiter und so fort.

Der Fokus unserer Zeit liegt also mehr auf dem eigenen Selbst, unserem Komfort, Luxus und Produkten, die uns etwas Gutes tun sollen.

Heute haben wir es meist mit neuen Anforderungen zu tun, die es vor circa 20 Jahren noch nicht gab. Die Art und Weise, wie wir Selbstfürsorge angehen und die Gründe, warum sie so wichtig ist, haben sich im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt. Doch einige unserer Herausforderungen sind auch gleich geblieben und es gibt sie bereits seit Anbeginn der Zeit. Das macht Selbstfürsorge noch immer unerlässlich und sie wird es wohl auch immer sein.

Schon immer ging es bei dem Konzept der Selbstfürsorge ums Überleben, doch die äußeren Faktoren haben sich verändert, zum Beispiel unsere Lebensräume und Umgebungen. In der Regel leben wir heute in den saubersten, sichersten und angenehmsten Städten, Orten und Wohnungen unserer Geschichte.

Trotzdem ist und bleibt Selbstfürsorge essenziell, nur liegt der Fokus dabei nicht mehr so sehr auf der körperlichen Unversehrtheit oder darauf, sich selbstbestimmt zu fühlen – wobei das natürlich immer noch bedeutend ist.

Vieles in unserem alltäglichen Leben verändert sich so schnell und manchmal haben wir das Gefühl, dass es sich unserer Kontrolle entzieht. Es ist es ganz natürlich, dass wir uns nach Behaglichkeit sehnen und dem Gefühl, die Kontrolle über etwas zu haben – so klein es auch sein mag.

Es ist nicht falsch, sich um sich selbst zu kümmern. Täten wir das nicht, könnten wir nicht weitermachen oder andere unterstützen.

Also nur zu! Nimm ein Schaumbad, lege eine Maske auf oder benutze den Jade-Gesichtsroller, um Dein Lieblings-Hautpflegeprodukt aufzutragen. Habe kein schlechtes Gewissen, Du hast es dir verdient!

Doch bitte versuche, einen Ausgleich zu schaffen, indem Du ein gutes Buch liest oder eine neue Fähigkeit erlernst, die Dir oder anderen hilft.

Wenn Dir ein Freund oder Familienmitglied geduldig zuhört, während Du Dir Luft über Deinen Tag oder Deine Woche machst, frage sie einfach manchmal, wie es ihnen geht.

Pass auf dich auf!

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