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Die Wechsel der Jahreszeiten – wie sie rund um die Welt gefeiert werden

This Place In Your Life23.11.21 4 min. lesezeit

Auf einen Blick: Die Wechsel der Jahreszeiten

  1. Im Mai wird getanzt!
  2. Die Sommersonnenwende und die Weißen Nächte
  3. Grusel-Kürbisse und Erntedank im Herbst
  4. Auf ins neue Jahr!
  5. Der feierliche Wechsel der Jahreszeiten

 

Der Wechsel der Jahreszeiten ist immer etwas Besonderes. Eine neue Zeit bricht an und in vielen Kulturen werden die Jahreszeitenwechsel groß zelebriert. Wir erklären Dir, was die Weißen Nächte sind, zeigen Dir, wie in Japan Erntedank gefeiert wird, und vieles mehr.

Im Mai wird getanzt!

Hierzulande wird in der Nacht vom 30. April in den Mai getanzt. Der traditionelle „Tanz in den Mai“ wird regional auch als Walpurgisnacht gefeiert. Aber wo kommt das eigentlich her?

Die Walpurgisnacht ist vor allem in Mittel- und Nordeuropa weit verbreitet. Es wird die Hochzeit zwischen Himmel und Erde gefeiert, was vielerorts mit dem Aufstellen eines Maibaums als Fruchtbarkeitssymbol verbunden ist.

Nicht zuletzt aufgrund von Goethes „Faust“ verbinden die meisten Menschen die Walpurgisnacht jedoch mit Hexen. Der Erzählung nach flogen sie auf ihren Besen zum Blocksberg (eigentlich dem Brocken im Harz), um eine wilde Orgie mit dem Teufel zu feiern.

In einigen Regionen Deutschlands werden am Abend des 30. April Hexenfeuer entfacht, mit denen die bösen Geister vertrieben werden sollen. Auch ist es Brauch, sich als Hexe zu verkleiden und Hexentänze aufzuführen. Kinder wandern verkleidet von Haus zu Haus und bitten um Süßigkeiten.

Als eine moderne Form des alten Brauchs gilt der traditionelle Tanz in den Mai. Hier wird der Mai mit Tanz und Gesang begrüßt und es wird Maibowle ausgeschenkt. Es wird außerdem ein Maifeuer entzündet und wenn es weit genug heruntergebrannt ist, springen Verliebte durch das Feuer in den Mai.

Die Sommersonnenwende und die Weißen Nächte

Die Zeit um die Sommersonnenwende gilt als ganz besondere und wird als offizieller Sommeranfang in vielen Ländern festlich begangen.

Besonders in den skandinavischen und baltischen Ländern ist Midsommar nach Weihnachten das wichtigste Fest des Jahres, deswegen gibt es verschiedene Sommersonnenwende Rituale die durchgeführt werden. Am Abend des 24. Juni wird ein mit Blättern und Blumen geschmückter Baumstamm aufgestellt und es wird mit der Familie, Freunden und Nachbarn gefeiert.

Jedes Land hat dabei seine eigenen Traditionen und Riten. So wird in Dänemark und Lettland traditionell ein großes Feuer entzündet, um das getanzt und gefeiert wird. In Spanien nennt sich die Tradition nicht Midsommar sondern „La noche de San Juan“ und um Punkt Mitternacht springen tausende Menschen ins Meer und begrüßen so die Sommersonnenwende.

Auch St. Petersburg ist zur Zeit der sogenannten Weißen Nächte definitiv eine Reise wert. In der Zeit rund um die Sommersonnenwende streift die Sonne dort nur den Horizont, geht aber nie richtig unter. Es gibt überall Feste, Konzerte, und Museen und Restaurants haben weit über die normalen Öffnungszeiten hinaus geöffnet. Highlight ist und bleibt das Feuerwerk und Open-Air-Konzert, das um die Sommersonnenwende stattfindet.

Grusel-Kürbisse und Erntedank im Herbst

Der Herbst steht ganz im Zeichen des Kürbisses. Zum einen darf er auf vielen Festtafeln an Erntedank nicht fehlen und gilt zum anderen ausgehöhlt und mit Teelichtern ausgeleuchtet als Symbol für Halloween. Aber was steckt eigentlich hinter den Festlichkeiten?

Das Land, in dem Erntedank einen fast höheren Stellenwert als Weihnachten hat, sind die USA. Der „Thanksgiving Day“ wird traditionell am vierten Donnerstag im November gefeiert und ist ein offizieller Feiertag. Die Familie kommt zu einem großen Festessen zusammen und es wird klassisch Truthahn serviert.

In Kanada wird Thanksgiving ebenfalls groß gefeiert, dennoch ähnelt es in den Traditionen eher den europäischen Erntedank-Bräuchen als den US-amerikanischen. In Kanada findet das Erntedankfest am zweiten Montag im Oktober statt. Dennoch laden viele Kanadier bereits am Sonntag ihre Familien zum großen Festessen ein.

Auch in Japan wird Erntedank unter dem Namen Niiname-sai („Feier der neuen Kostprobe“) gefeiert. In einem Ritual wird den Göttern durch den Kaiser frisch geernteter Reis geopfert.

Eines der wohl bekanntesten Feste im Herbst ist Halloween. Das war aber nicht immer so, denn ursprünglich kommt dieser Feiertag aus dem katholischen Irland. Hier wurde der Abend vor Allerheiligen am 1. November „All Hallows’ Eve“ genannt. Später leitete sich daraus Halloween ab.

Die irischen Einwanderer brachten den Brauch in die USA mit und seit den 1990 Jahren verbreitete sich der nordamerikanische Brauch auch in Europa immer weiter. Am 31. Oktober verkleiden sich die Menschen mit schaurigen Kostümen und feiern Halloween-Partys. Kinder ziehen, wie in den USA, verkleidet von Tür zu Tür und fordern mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ Süßigkeiten.

Auf ins neue Jahr!

Der Start ins neue Jahr wird in so ziemlich jeder Kultur gefeiert. Die Traditionen sind jedoch von Land zu Land unterschiedlich …

So ist es in Italien Tradition, zum Jahreswechsel rote Unterwäsche zu tragen. Diese soll für das neue Jahr Glück und Liebe bringen. In Frankreich darf an Silvester der Champagner nicht fehlen, während um Mitternacht Küsse unterm Mistelzweig verteilt werden. Und in Spanien bringen Weintrauben Glück: Um null Uhr essen Spanier zu jedem Glockenschlag eine Weintraube. Verzählst Du Dich, wird Dich im neuen Jahr Unglück ereilen.

Tschechen halbieren an Silvester einen Apfel und lesen ihr Schicksal für das kommende Jahr aus diesem ab. Zeigen die Kerne ein Kreuz, droht Unheil, bilden sie einen Stern, wird es ein glückliches Jahr.

Wir könnten die Liste der Länder mit ihren Traditionen noch ewig weiterführen: Einig sind sich aber alle darin, Glück fürs neue Jahr zu prophezeien.

Der feierliche Wechsel der Jahreszeiten

Der Jahres(zeiten)wechsel übt auf uns Menschen schon seit jeher eine ungeheure Faszination aus. Und auch wenn wir uns die Zusammenhänge in der Natur dank der Wissenschaft heute anders oder viel genauer erklären können, haben einige Bräuche sich über die Jahrhunderte entwickelt und überdauert, um wieder an folgende Generationen weitergegeben zu werden.