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Der Pilling-Effekt – Darum rollt sich Deine Creme vom Gesicht

Let’s Talk Science07.04.22 4 min. lesezeit

Gerade, wenn es schnell gehen muss, sind sie besonders ärgerlich: diese kleinen, meist länglichen Röllchen, Knötchen oder Krümelin Deinem Gesicht nach dem Eincremen oder beim Auftragen Deines Make-ups

Die schlechte Nachricht ist: Wenn sich ein Produkt (oder mehrere) erst einmal abgerollt hat, hilft nur noch eine Gesichtsreinigung. 

Die gute Nachricht ist: In diesem Artikel erfährst Du, was hinter diesen Krümeln steckt und wie Du sie verhindern kannst: 

Der Pilling-Effekt: Darum rollen sich Kosmetikprodukte ab

Bis vor Kurzem benannte “Pilling” ein Phänomen, das Du auf Deiner Kleidung beobachten kannst. An Stellen, die besonderer Reibung ausgesetzt sind, zum Beispiel unter den Achseln, bilden sich kleine runde Stoffknötchen. 

Im deutschsprachigen Raum sind Frauenzeitschriften vor rund zwei Jahren dazu übergegangen, diese Bezeichnung für einen ähnlichen Effekt in der Gesichtspflege zu übernehmen. Und er ist recht treffend. Denn auch Deine Creme oder Dein Make-up kann kleine Knötchen oder Kügelchen auf Deiner Haut bilden. Doch während auf Deiner Kleidung lose oder schlichtweg zu kurze Fasern in Kombination mit Reibung für Fussel bzw. Knoten verantwortlich sind, sind die Ursachen im Bereich Hautpflege etwas differenzierter. 

Neben einer falschen Reihenfolge beim Auftrag von Hautpflegeprodukten gehören Inhaltsstoffe zu den Hauptauslösern dafür, dass es zu einer Produkt-Agglomeration (so die fachlich bessere Bezeichnung) auf Deinem Gesicht kommt. 

Insbesondere in der konventionellen Kosmetik werden Inhaltsstoffe eingesetzt, die – je nach Produktmenge und -kombination – dazu führen, dass sich zum Beispiel Gesichtscreme in Krümelchen von Deiner Haut löst. 


Welche Inhaltsstoffe begünstigen die Röllchen-Bildung?


Insbesondere Inhaltsstoffe, die die Konsistenz eines Skin-Care- oder Make-up-Produkts bestimmen, können Pilling begünstigen. Hier stehen Formulierungen mit Polymeren, Mikroplastik und Silikonverbindungen an erster Stelle. Diese Stoffe finden in der Naturkosmetik zwar keine Anwendung. Aber auch ein ungünstiges Mengenverhältnis von pflanzlich basierten Inhaltsstoffen, darunter eine unausgeglichen Formulierung mit Hyaluronsäuren oder natürlichen Lipiden, kann ein Abrollen verursachen.

Die bekanntesten Polymerverbindungen erkennst Du an der Inhaltsstoffliste Deiner konventionellen Skin-Care- oder Make-up-Produkte zum Beispiel an dieser Bezeichnung:


Polymer- und Mikro- bzw. Flüssigplastikverbindungen wie 

  • Acrylate Copolymer 
  • Acrylate Crosspolymer 
  • Butylene/Ethylene/Styrene Copolymer
  • Celluloseacetate
  • Ethylene/Propylene/Styrene Copolymer
  • Methacrylat-Copolymer
  • Polyacrylsäure (Carbomer)
  • Polymethyl Methacrylate
  • Polyethylene 
  • Polyethylenglycole (PEG)
  • Polyethylen Terephthalate (Phtalat) (PET)
  • Polypropylenglycole (PPG)
  • Polystyrene (PS)

Silikonverbindungen, die Du unter anderem an der Endung  “-con”, “-cone”, “onol” oder “-xane” erkennen kannst, wie: 

  • Cyclopentasiloxane 
  • Cyclohexasiloxane 
  • Cyclomethicone 
  • Dimethicone 
  • Dimethiconol
  • Methicone  
  • Polysiloxane 

Eine ausführliche Auflistung bietet auch die Verbraucherzentrale Hessen

In der funktionalen Naturkosmetik von This Place werden diese synthetischen Verbindungen selbstverständlich nicht verwendet – schon der Verpflichtung zur Nachhaltigkeit wegen. Denn ein Verzicht auf diese Inhaltsstoffe ist nicht nur aus Sicht Deiner Haut eine Überlegung wert. Laut dem Naturschutzbund Deutschland gelangen allein in Deutschland knapp 47.000 Tonnen gelöste Polymere ins Abwasser – zum Beispiel beim Abschminken oder Duschen. 


6 Fehler in Deiner Hautpflege-Routine, die zu Pilling führen

6 Fehler in Deiner Hautpflege-Routine, die zu Pilling führen, und wie Du sie vermeiden kannst


Vielleicht ertappst Du Dich gleich dabei, den einen oder anderen nachfolgenden Fehler selbst schon einmal begangen zu haben. Doch keine Sorge! Wenn Du künftig darauf achtest, die Tipps zu befolgen, ist das Thema “Pilling auf Deiner Haut” passé.


1. Deine Haut ist nicht richtig vorbereitet.

Abgestorbene Hautschüppchen auf Deiner Hautoberfläche verhindern, dass Deine Pflegeprodukte gut einziehen können (mehr dazu bei Fehler 3). Sie sammeln sich stattdessen auf der Oberfläche an und agglomerieren dort mit jeder weiteren Produktschicht oder aufgrund der Reibung durch beispielsweise Deine Hände.

Außerdem erleichtern raue Hautstellen die Ansammlung von Produkt an eben diesem Punkt auf Deiner Haut. Ein sanftes Peeling hilft, die Haut zu glätten und auf die Pflege vorzubereiten.


2. Du trägst Skin-Care-Produkte in der falschen Reihenfolge auf.

Wenn Deine Beauty- und Pflege-Routine die Anwendung mehrerer Produkte umfasst  (Stichwort “Layering”), ist es wahrscheinlicher, dass Du Pilling auf der Haut beobachtest. 

Hier gilt es, folgende Faustformeln zu beherzigen, um zu vermeiden, dass sich Cremes oder Make-up unter Deinen Händen, dem Pinsel oder dem Beauty-Schwämmchen von der Hautoberfläche abrollen: Trage die Produkte von leicht nach schwer, von wässrig zu ölig bzw. von flüssig zu fest(er werdend) auf. 

Konkret bedeutet das: Toner - Serum (erst wasserbasierte Formulierungen, dann ölbasierte) - Gesichtscreme - Gesichtsöl -  Sonnenschutz - Make-up.


3. Du lässt den Produkten nicht genügend Zeit, einzuziehen.

Wenn ein Produkt nicht richtig einsinken kann, lagern sich nachfolgende Produkt im schlechtesten Fall solange darüber, bis sie sich abrollen. Zum Beispiel, wenn Du bei der Sonnencreme oder beim Make-up-Schritt angekommen bist. 

Hier lautet die Faustregel, dass Deine Haut möglichst trocken sein sollte, bevor Du das nächste aufträgst. 

4. Du schichtest silikon- oder polymerhaltige Formulierungen übereinander.

Wie zuvor erwähnt neigen unter anderem silikon- und plastikhaltige Produkte zum Abrollen.Insbesondere wenn Du Dich gern schminkst, solltest Du einen Blick auf die Inhaltsstoffliste werfen. Denn vor allem die während des Schminkens verwendeten Make-up-Primer enthalten oftmals Silikone.
Überlege, ob Dir der Effekt von Silikon – das samtweiche Hautgefühl und das Auffüllen von Unebenheiten – so wichtig ist, dass Du ein gewissen Pilling-Risiko in Kauf nehmen möchtest. Falls Du nicht darauf verzichten möchtest, achte darauf, derartige Formulierungen so wenig und so spät wie möglich aufzutragen, auch weil sie aufgrund ihres Films das Einziehen von Wirkstoffen teilweise erschweren bzw. sogar verhindern können.

5. Du verwendest zu viel Produkt.

Gerade wenn Du mehrere Schichten auf die Hautoberfläche aufträgst, kann weniger mehr sein. Versuche, in Ruhe die für Dich und Deine Haut geeignete Menge herauszufinden. 

Übrigens: Auch das Nachpudern von glänzenden Hautstellen kann zu Röllchen führen. Eine Alternative beim Schminken kann für Dich die Verwendung von sogenannten Blotting-Papers (mattierende Papierblättchen) sein, die unerwünschten Glanz aufsaugen, ohne eine weitere Produktschicht auf die Haut zu bringen.

6. Das Produkt ist nicht für Deinen Hauttyp geeignet.

Vor allem auf öliger (Misch-)Haut können sich Produkte, die nicht für diesen Hauttyp geeignet sich, wieder lösen oder abrollen. Achte auf adstringierende und mattierende Formulierungen in Deinen Produkten und taste Dich langsam an die Menge Gesichtsöl heran, die Du Dir für Deinen persönlichen Pflegeeffekt wünschst. Bedenke, dass das Einziehen der Produkte etwas länger dauern kann. 

Fazit

Aufgrund des Pilling-Effekts können während Deiner Gesichtspflege-Routine kleine Röllchen auf der Haut entstehen. Ursache für das Abrollen von Cremes oder Make-up sind insbesondere Inhaltsstoffe und deren ungünstige Kombination, aber auch unterschiedliche Fehler während der Hautpflege

Es gibt allerdings Tricks, die Dir helfen, Pilling auf der Haut künftig zu vermeiden. So kannst Du neben der richtigen Reihenfolge auch darauf achten, nicht zu viel Produkt aufzutragen und dem Produkt Zeit geben, in die Haut einzuziehen.